Warum ich mich Angehörigen Schwersterkrankter widme

Der Umgang mit Schwersterkrankten zieht sich durch mein Leben. Bereits als Kleinkind erlebte ich den Übergang in eine andere Welt, sowohl bei meiner Großmutter, als auch bei meinem Großvater. Einen Tag vor meinem fünfzehnten Geburtstag verstarb plötzlich mein Vater an Herzversagen. Dazu muss ich sagen, dass mein Vater damals bereits zweiundachtzig Jahre war. Also wer zu bequem zum rechnen ist: Er war achtundsechzig als ich geboren wurde! Meine Mutter war bei meiner Geburt dreiunddreißig. Ein sehr großer Altersunterschied also!

Medialität in meiner Familie

Mein Vater beschäftigte sich bereits damals, als Mediziner Anfang des 19. Jahrhunderts mit der Medialität. Das Hobby meiner Mutter war Astrologie. Eine der fünf älteren Schwestern meines Vaters verdiente sich den Lebensunterhalt für sich und ihren unehelichen Sohn durch Kartenlegen. Wenn ich so nachdenke, hatten alle ungemeines Glück, dass die Zeit der Hexenverbrennung vorbei war. Aber dennoch wurden diese Themen damals nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert und ausgeübt.

Dadurch wurde mein Leidenschaft für die Suche nach dem Sinn des Lebens, das Leben nach dem Tod geweckt. Der Samen dafür, wo ich jetzt bin, wurde in dieser Zeit gepflanzt.

Es musste mehr zwischen Himmel und Erde geben!

Da ich in katholischen Klosterschulen aufwuchs, erkannte ich schon sehr früh, dass irgendetwas an diesem Glaubenssystem für mich nicht ganz stimmig war. Es musste mehr zwischen Himmel und Erde geben! So begann meine Reise in unbekannte Welten, meine Neugier und der Drang zu helfen wurde entfacht.

Schon früh fühlte ich mich zur Medizin hingezogen. So schloss ich erst mal eine Ausbildung als zahnärztliche Assistentin in Wien ab. Nur, wie es später so oft passierte, was ich heute als Führung bezeichne, lernte ich eine Mitarbeiterin bei der Olympiade in München bei einer gemeinsamen Fahrt mit der Mitfahrerzentrale nach Innsbruck kennen. Draufgängerisch wie ich war, fragte ich gleich, ob es nicht einen Job für mich dort gäbe, da mein Beruf mir nicht so viel gab wie ich dachte. Er langweilte mich. Gefragt getan, am nächsten Tag saß ich im Zug nach München.

Tiefes Vertrauen in mich selbst

Ich wohnte mich durch eine Studenten Wohngemeinschaft nach der anderen, arbeitete bei den olympischen Spielen am Computer, um Reportern Auskunft zu geben und war einfach im Vertrauen. Damals wusste ich noch nicht genau, wem oder was ich eigentlich vertraute.

Als diese Beschäftigung zu Ende war wusste ich nicht, was ich nun mit meinem Leben anfangen wollte. Es folgten Ausbildungen als Kosmetikerin, Visagistin und letztendlich eine physiotherapeutische Ausbildung. Mit zweiundzwanzig eröffnete ich meine erste Praxis für physikalische Therapie.

Da gab es Zeiten, in denen ich sehr entmutigt war, weil es keine einzige Behandlung gab, die für jeden Patienten funktionierte. Der Heilungsprozess ist eine Reise, die für jeden Einzelnen einzigartig ist. Was für eine Person von großem Nutzen ist, kann einem anderen nicht unbedingt zugute kommen. Medikamente wirken, aber nicht bei jedem Patienten; und es kann einige Patienten aufgrund der Nebenwirkungen die Lebensfreude nehmen. Traditionelle Therapie alleine hilft nur einem geringen Prozentsatz der Patienten; sie hat ihren Erfolg, ihre Berechtigung; sie hat aber auch ihre Misserfolge. Ich sah Patienten, die jahrelang litten, von Arzt zu Arzt und von Krankenhaus zu Krankenhaus gingen, auf der Suche nach Linderung ihrer Symptome waren. Medikamente korrigieren in einigen Fällen die Ungleichgewichte; in anderen Fällen jedoch schiebt es die Probleme einfach ins Unterbewusstsein zurück und vertuscht sie.

Alternative Heilmethoden

Aufgrund des Mangels an Erfolg bei den traditionellen Therapien, bemühte ich mich, verschiedene Arten von verfügbaren alternativen Behandlungsmethoden zu lernen. Ich recherchierte viel über die Gesetze im Universum, zum Einen um ein ganzheitliches und erfolgreiches Ergebnis zu erzielen, zum Anderen um diesen Menschen in Not zu helfen. Darüber hinaus hat mich dann später die Erfahrung mit meinen eigenen vier Kindern im Laufe der Jahre mehr gelehrt, als ich irgendwo lesen oder lernen könnte. Auch erkannte ich, um die Selbstheilungskraft eines Patienten zu maximieren, muss der Patient seine eigene innere Weisheit, sein Gefühl der Kontrolle zurückgewinnen und seine Verantwortung für die Gestaltung des eigenen Genesungsplans fordern.

Verantwortung für sich selbst und seine Gesundheit zu übernehmen, sich Wissen anzueignen ist zwingend notwendig. Es ist jedoch nicht genug über natürliche Heilmethoden zu wissen, sondern auch darüber, wie man die Naturwissenschaft mit der Geisteswissenschaft in Einklang bringt. Zudem beschäftigte ich mich immer mehr mit Medialität, um Beweise über das Leben nach dem Tod zu erhalten.

Ein Nahtod-Erlebnis

Bis ich eines Tages selbst in der Situation war ein Nahtoderlebnis im Krankenhaus zu haben. Ich sah alles was mit mir gemacht wurde von oben, hören konnte mich niemand. Ich wurde wie durch einen hellen Sog angezogen von Helligkeit, fühlte mich leicht, eine nie gekannte Ruhe breitete sich in mir aus. Ein wohliges Gefühl der Zufriedenheit und Leichtigkeit umgab mich. Eine sanfte Stimme bat mich zu entscheiden zu bleiben oder meine Aufgabe hier auf Erden zu erfüllen. Ich wusste, ich muss zurück….

Dieses Erlebnis hat mir die Angst vorm Tod genommen. Wie jeder Mensch wünsche ich mir natürlich, dass ich einschlafe und keine Schmerzen durch Erkrankung haben werde. Nur langsam über die Jahre hinweg fing ich an zu begreifen warum ich zurück kam: Meine erste Erfahrung, wo ich erkannte, dass es mehr geben muss als das was ich mit meinen Augen sehen kann und es nicht nur das irdische Leben gibt, war als ich fünf Jahre alt war. In Österreich war ich beim Rodeln mit einer Freundin, als ich eine sehr klare Stimme hörte: “Behandle Menschen, wie du behandelt werden willst.” Ich war überrascht und fragte sie, ob sie diese seltsame Stimme auch hörte. Sie hat nichts gehört; selbst sie verstand nicht, wovon ich redete. Später in meinem Leben erkannte ich, dass dies die goldene Regel des Lebens war.

Wer oder was denkst du hat mit mir gesprochen?

Später in meinem Leben hatte ich viele Gelegenheiten, den Lebensbeweis nach dem Tod zu erleben, besonders als ich mit Thorwald Dethlefsen, dem Autor des Buches “Das Leben nach dem Leben”, ein bekannter Psychologe, Astrologe und Therapeut aus Deutschland arbeitete. Er begann im Jahr 1980 zu erforschen und zu beweisen, dass es ein Leben nach dem Tod durch Past Life Therapy gibt. Er fand die Gräber der Personen, die ich war als ich in früheren Leben inkarniert war.

Als wir unsere ersten Ferien in Kanada machten, litt unsere Tochter Marie-Christine, die vier Jahre alt war, an einer schweren Virusinfektion. Ich behandelte sie mit homöopathischen Mitteln, Kräutern und Hydrotherapie. Ihre Gesundheitssituation wurde für einige Tage besser, kam aber stärker zurück als vorher. Zu dieser Zeit waren wir mit unserem gemieteten Wohnmobil in der Mitte von Nirgendwo, und nach vielen Telefonaten war kein Arzt verfügbar. Das nächste Krankenhaus oder die Notaufnahme war 5 Stunden entfernt.  Es war mitten in der Nacht, dass sich ihre Gesundheitssituation verschlechterte. Sie hatte hohes Fieber (42 Grad) und war fast bewusstlos. Ich weckte zwei befreundete Erwachsene auf, bei denen wir nächtigten und bat sie, Marie-Christine Spiritual Healing gemeinsam weiter zu geben. Ich war überzeugt in der Gruppe sei es viel stärker möglich die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Nach zehn Minuten schlief sie ein und wachte am nächsten Morgen völlig verändert auf: Kein Fieber, keine Symptome. Ich habe mich dann ein Jahr lang vom Schweizer Verband für Natürliches Heilen (SVNH) prüfen lassen, damit auch meine letzten Zweifel an der energetischen Arbeit besiegt wurden.

Irgendwann fing ich an Menschen beim Sterben zu begleiten

Auch in meinem nächsten Umfeld wurde ich in der Sterbebegleitung gefordert. Meinen ersten Mann begleitete ich in seiner Krebserkrankung und beim Übergang.  Mein zweiter Mann erkrankte ebenfalls an Krebs. Ich durfte ihn sowohl während der Erkrankung als auch bei seinem Übergang ins Jenseits begleiten. Letztes Jahr verstarb mein dritter Ehemann nach 5jähriger seltener Krebserkrankung. Auch ihn durfte ich begleiten. Es kommt mir so vor, als wären die spirituellen Erlebnisse, aber auch die Herausforderungen als Angehöriger dabei von mal zu mal intensiver geworden, um zu wachsen. So habe ich meine Aufgabe gefunden in der Begleitung Angehöriger Krebs-Erkrankter, um in ihrer Kraft zu bleiben oder diese wieder zu erlangen und in der Trauer-Begleitung, wo viele Menschen alleine gelassen werden.

Über das Leben nach dem Tod

Bescheid zu wissen ist überaus wichtig. Dem Sterben ins Gesicht zu sehen hilft die Angst vorm Tod zu überwinden. Er gehört zu unserem Lebenskreislauf. Wir treten ein in ein anderes Leben ohne Körper!

Und nun frage Dich selbst: Bist nicht auch Du in Deinem Leben schon Situationen ausgesetzt gewesen, die einem Probesterben gleichkommen?

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Herzlichst

deine Margret

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